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In Korea gibt es verschiedene Arten von Quittungen, die alle ihre eigenen Bestandteile, rechtlichen Merkmale und unverwechselbare Erscheinungsbilder haben Dieser Artikel gibt einen Einblick in diese Belege und zeigt auf, warum sich diese, und wie sie sich voneinander unterscheiden
Im Allgemeinen gibt es vier verschiedene Arten von Dokumenten, die als legaler Nachweis von Firmenausgaben akzeptiert werden:
Symbole: √ = [ist gegeben], X = [ist nicht gegeben], Δ = [ist situationsabhängig] Beinhalten die Belege eine Handelsregisternummer der belieferten Partei besteht eine direkte Verbindung zwischen den angefallenen Ausgaben und der involvierten (natürlichen oder juristischen) Personen Diese Belege werden auf elektronischem Weg direkt an den National Tax Service (NTS) übermittelt Das gilt für Steuerrechnungen bzw Nullsteuerrechnungen sowie für Belege von Debit-/Kreditkarten Bei Kassenbelegen muss die Handelsregisternummer direkt beim Einkauf angegeben werden, damit diese automatisch an den NTS übermittelt werden können
Verwendet ein Angestellter seine private Debit- oder Kreditkarte für geschäftsbezogene Ausgaben, ist die Herstellung der Verbindung zwischen dem Unternehmen und den Ausgaben sehr zeitaufwendig: Das Unternehmen muss die vollständige Kartennummer der Privatkarte des Mitarbeiters, sowie Zeit und Ort des Einkaufs ermitteln Zusätzlich wird die Handelsregisternummer des Lieferanten benötigt Darüber hinaus muss – aufgrund der Tatsache, dass die Privatkarte für Firmenzwecke verwendet wurde – die jährliche Steuererklärung des Mitarbeiters angepasst werden: Geschäftsausgaben, für welche der Mitarbeiter eine Rückerstattung erhalten hat, müssen abgezogen werden
Beträgt die Aufwendung eines Unternehmens für Waren oder Dienstleistungen weniger als 30 000 KRW pro Quittung, wird von dem NTS ein einfacher Beleg als Nachweis akzeptiert Ausgaben, die über dem angegebenen Schwellenwert liegen, müssen zusätzlich entweder durch eine Steuer- oder Nullsteuerrechnung (siehe Artikel Koreanische e-Steuerrechnungen), einen Debit- oder Kreditkartenbeleg (einschließlich registrierter Prepaid-Karten) oder einen Kassenbeleg bekräftigt werden, um als rechtlicher Nachweis zu gelten
Diese angegebenen Dokumente müssen für einen Zeitraum von fünf Jahren nach der Einreichung aufbewahrt bzw gespeichert werden Dem National Tax Service (NTS) werden sie nur auf Nachfrage vorgelegt Für den Fall, dass ein Unternehmen keine ordnungsgemäßen Belege für seine Auszahlungen vorlegen kann, wird vom NTS ein Bußgeld in Höhe von 2 % auf den nicht nachgewiesenen Betrag der Ausgaben erhoben
Die oben genannten Regeln zur Führung und Aufbewahrung ordnungsgemäßer Belege stellen die Grundlage der steuerlichen Beweisanforderungen für Geschäftsausgaben dar Nichtsdestotrotz gibt es bestimmte Aufwendungen, die zusätzliche Unterlagen benötigen Des Weiteren gibt es Fälle, in denen nur eine Form der gegebenen rechtlichen Beweise es ermöglichen, sie offiziell genehmigen zu lassen Die folgende Tabelle veranschaulicht die jeweilige Ausgabenkategorie und die damit verbundenen erforderlichen Dokumente
In bestimmten Fällen kann eine vereinfachte Beweisvorlage ausreichend sein Stromkosten, Telefongebühren, Taxikosten, Überweisungsgebühren, Versicherungsbeiträge oder andere Gebühren können durch einfache Rechnungen des Urhebers nachgewiesen werden
Es gibt bestimmte Richtlinien für die Einreichung von Unterlagen zur Bestätigung bzw zum Nachweis von Geschäftsausgaben Ausgabenbelege müssen nach Datum sortiert werden, während Umsatzsteuerrechnungen getrennt gesammelt werden sollen Im Falle von Mitarbeiter-Einstellungen ist die Einreichung der Meldeunterlagen obligatorisch
Jedes Unternehmen/jede Person, das/die beabsichtigt, Zahlungen für persönliche Aufwendungen, Miete oder andere Handlungskosten zu zahlen oder zu erhalten, ist verpflichtet, für diese Transaktionen ein (Geschäfts-)Konto unter ihrem/seinen Namen zu verwenden, damit die oben genannten Ausgaben als abzugsfähig gewährleistet werden können
Die Abgabe der Körperschaftssteuererklärungen muss innerhalb von drei Monaten nach dem letzten Tag des Geschäftsjahres erfolgen, sowie halbjährig ein Abschlag auf die Körperschaftssteuer gezahlt werden Die Einreichung muss neben Erklärungen der Steuerbemessungsgrundlagen und Steuern auch Jahresabschlüsse und anderer ergänzende Dokumente beinhalten Die Mehrwertsteuer wird vierteljährig entrichtet Im Einzelnen erstreckt sich der Zeitraum für die Einreichung und Zahlung der MwSt vom 1 bis zum 25 der Monate April, Juli, Oktober und Januar (des Folgejahres)
Die Verwendung von bargeld- bzw papierbasierten Zahlungs- und Einzugsverfahren hat in Korea in den letzten Jahren zugunsten von direkten Debitkarten und elektronischen Überweisungen rapide abgenommen Aufgrund staatlicher Deregulierung und Steuerabzügen, die Anreize für die Verwendung von Kreditkarten bieten, hat die Verwendung solcher Karten an Popularität gewonnen Gemessen am Volumen sind Kreditkartenzahlungen und Überweisungen heute die beliebtesten Zahlungsmethoden in Korea
Kredit- oder Debitkartentransaktionen sind nicht nur die bequemste Zahlungsmethode, sondern bieten auch den Vorteil, dass ihre Quittungen als steuerlicher Nachweis dienen Dieser Vorteil ist von besonderer Bedeutung im Hinblick auf Bewirtungskosten: Ausgaben für Bewirtung können in Unternehmen als Investitionen in die Förderung und Aufrechterhaltung von Geschäftsbeziehungen definiert werden und sind für Geschäfte in Korea oft unerlässlich Da die Gefahr des Missbrauchs für private Zwecke besteht, werden diese Ausgaben von den koreanischen Steuerbehörden streng überwacht, womit Transparenz und Angemessenheit gewährleistet werden soll
Anders als in den DACH-Ländern* akzeptiert der NTS für Bewirtungskosten, die einen Betrag von 10 000 KRW überschreiten, keine Debit- oder Kreditkartenbelege unter dem Namen des Arbeitnehmers Folglich ist es ratsam, ein separates Firmenbankkonto, mit mehreren Debit- oder Kreditkarten, einzurichten und diese Debit- oder Kreditkarten den Mitarbeiter, bei denen Bewirtungskosten anfallen, zur Verfügung zu stellen (sogenannte: Corporate Credit Cards) Diese Handhabung stellt die grundlegende Verbindung zwischen allen anfallenden Ausgaben und der Steuernummer des Unternehmens dar Dies ist erforderlich, damit die angefallenen Kosten als Unternehmensausgaben verbucht werden können
Die Verwendung von Kartenzahlungen ermöglicht es nicht nur Bewirtungs- und andere Ausgaben als Unternehmensausgaben gegenüber der Steuerbehörde nachzuweisen, sie enthält darüber hinaus einen weiteren wichtigen Vorteil: Alle per Debit- oder Kreditkarte getätigten Transaktionen können automatisch von den Zahlungsdienstleistern in ein unternehmenseigenes ERP-System übertragen werden Die manuelle Erfassung all dieser Transaktionen entfällt Das macht die Verwendung von Karten als Standardzahlungsmethode in Korea sowohl zeit- als auch kostensparend für Ihre Buchhaltung
Contact: Ahreum Kim, ABK Ltd
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